Hi, ich bin Steffi.
Rote Haare, viele Tattoos und selten angepasst.
Ursprünglich komme ich aus Mecklenburg-Vorpommern, habe dort meine Ausbildung zur tiermedizinischen Fachangestellten begonnen und in Berlin abgeschlossen. Seit 2008 lebe ich hier und ja, ein bisschen Berliner Direktheit bringt man dann irgendwann mit.
Mein Weg ins Hundetraining war kein gerader Karriereplan. Er begann mit eigenen Hunden, mit Unsicherheiten und mit der ehrlichen Frage: Warum fühlt sich manches im Training nicht richtig an, obwohl es schon immer „so gemacht wird“?
Ich kenne dieses Gefühl, wenn man seinen Hund liebt und trotzdem manchmal ratlos oder genervt ist. Wenn draußen wieder etwas eskaliert und man sich fragt, ob man irgendetwas grundlegend falsch macht. Und wenn man von außen viele Meinungen bekommt, aber wenig echte Orientierung.
Genau deshalb arbeite ich heute so, wie ich arbeite.
Klar, tierschutzgerecht und ohne ideologisches Lagerdenken.
Ohne Dominanzdrama aber auch ohne Schönreden.
Ich begleite Menschen im ganz normalen Alltag mit ihrem Hund: bei Leinenstress, Unsicherheiten, pubertärer Großbaustelle oder einfach dem Wunsch nach mehr Klarheit.
Hunde brauchen Struktur, Verlässlichkeit und verständliche Kommunikation. Und Menschen brauchen das Wissen, warum etwas passiert und wie sie es fair verändern können. Mir geht es nicht darum, Verhalten einfach „wegzumachen“, sondern darum, Zusammenhänge zu erklären und alltagstaugliche Lösungen zu entwickeln.
Meine Hunde Hermann und Nightmare sind dabei tägliche Realität, nicht nur Begleitung, sondern Erinnerung daran, dass Training selten perfekt aussieht und oft im ganz normalen Leben stattfindet.
Wenn du dir also keinen Zaubertrick wünschst, sondern Klarheit, ehrliche Rückmeldung und einen Weg, der sich stimmig anfühlt, dann bist du hier richtig.
Und falls du dich in manchen Situationen wiedererkennst: Das ist kein Zeichen von Versagen. Das ist Alltag mit Hund.
Hermann.
Namensgeber, Lehrmeister, Freund
Hermann ist mehr als nur mein Hund, er ist der Grund, warum es „Team Hermann“ überhaupt gibt.
Als er zu mir kam, war schnell klar: Dieser Hund funktioniert nicht über Standardrezepte. Er war reaktiv, hochsensibel, unsicher und hat gelernt, Angriff ist die beste Verteidigung. Nähe, Reize, Dynamik, vieles brachte ihn schnell an seine Grenze.
In seinen ersten Lebensjahren hatte er wenig Stabilität erfahren. Entsprechend gering war sein Vertrauen in Menschen und Strukturen. Beim ersten Treffen sprang er mit voller Wucht in die Leine. Kein „böser“ Hund, sondern ein Hund, der gelernt hatte, Distanz offensiv herzustellen.
Wir haben einige Trainer*innen gesehen. Fast alle waren sich einig: „Gefährlich“, „nicht vermittelbar“, „grenzwertig“. Aber niemand hat wirklich hingeschaut.
Hermann hat mir beigebracht, wie viel man erreichen kann, wenn man Management, klare Regeln und Fairness kombiniert und wie wenig sinnvoll Schubladendenken ist. Er war mein Einstieg in den Hundesport, mein Lehrer in Sachen Körpersprache, mein Antrieb, tiefer zu verstehen, statt nur Verhalten zu bewerten.
Ohne Hermann gäbe es dieses Hundetraining und auch die Maulkorbberatung nicht.
Er ist nicht perfekt und das muss er auch nicht sein.
Er ist authentisch, ehrlich, direkt. Und genau das ist auch meine Art zu arbeiten.
Nighty
Sportskanone mit Charakter
Nighty, offiziell „Your Worst Nightmare“, ist ein junger Deutscher Schäferhund aus einer Leistungszucht und seit August 2025 Teil unseres Teams. Er wurde gezielt für den IGP Sport angeschafft, bringt aber weit mehr als Trieb und Arbeitsfreude mit.
Nighty ist sensibel, klar in seiner Kommunikation und stellt gerne mal Fragen, bevor er Antworten annimmt. Genau das macht ihn zu einem spannenden Trainingspartner für mich, für Hermann, und perspektivisch auch im Hundesport.
Trotz meiner sportlichen Ambitionen ist Nighty bei uns vor allem eins: Familienmitglied. Er lebt mit uns, lernt mit uns und erinnert mich täglich daran, wie wichtig ein fairer, durchdachter und hundgerechter Umgang gerade mit leistungsstarken Hunden ist.
Ob auf dem Hundeplatz oder im Alltag: Nighty steht für all das, was gutes Training ausmacht. Klare Regeln, echtes Vertrauen und die Bereitschaft, den Hund als Individuum zu sehen.